Definition Was ist Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)?

Von Christian Schreiber

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Die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) dient dazu, die Sicherheit von Kundenkonten, Online-Banking-Zugängen oder anderen digitalen Angeboten zu erhöhen. Anmeldungen müssen hier über das Passwort hinaus mit einem weiteren Medium bestätigt werden.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Reine Passwort-Konten sind anfällig für viele Arten von virtuellen Angriffen. Vor allem das weit verbreitete Passwort-Phishing stellt dabei eine große Gefahr dar und macht es Hackern leicht, an die von ihnen gewünschten Informationen zu gelangen. Derartige Bedrohungen können wirksam verhindert werden, indem für die Anmeldung über den Benutzernamen und das Passwort hinaus als Beweis der behaupteten Identität eine Transaktionsnummer (TAN), eine Smartcard oder biometrische Schlüssel zur Authentifizierung zwingend benötigt werden. Für eine MFA bedarf es somit nicht nur eines dauerhaften oder einmaligen Passwortes, sondern auch einer Zugangskarte beziehungsweise eines Mobiltelefons zum Beispiel mit einer Mobile-Banking-ID, Face-ID beziehungsweise Touch-ID.

Drei oder vier Komponenten für den Zugriff

Grundsätzlich sind für die Authentifizierung bei MFA drei beziehungsweise vier Komponenten nötig, die sich aus den Elementen „Wissen", „Besitz", „Sein" und gegebenenfalls „Ort" zusammensetzen. Konkret sind das:

  • 1. „Wissen" = ein Code oder ein Passwort, welches nur der berechtigte Nutzer kennt.
  • 2. „Besitz" = ein Mobiltelefon oder eine Smartcard, die sich im ausschließlichen Zugriffsbereich des Nutzers befindet.
  • 3. „Sein" = ein untrennbar mit dem Nutzer verbundenes (biometrisches) Merkmal wie ein Fingerabdruck oder die Iris.
  • 4. „Ort" = eine bestimmte eindeutig bestimmbare geografische Lage.

Aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit wird die Multi-Faktor-Authentifizierung zur Konto-Anmeldung auch als starke Authentifizierung bezeichnet.

Kostenlose Authenticator-Apps nutzen

Multi-Faktor-Authentifizierungssysteme fordern insbesondere dann eine Bestätigung über das Mobiltelefon oder ein anderes Medium, wenn sich der Nutzer zum ersten Mal von einem neuen Gerät oder über eine neue App anmeldet. Wiederholte Log-ins gelten dann im Allgemeinen als sicher. Auf diese Weise lassen sich illegale Anmeldungen zuverlässig verhindern. Vor allem für Banking-Lösungen oder Cloudspeicher sowie für E-Mail-Accounts sollte die Nutzung von MFA zur Verifizierung des rechtmäßigen Nutzers obligat sein. Mit kostenlosen Authenticator-Apps ist das ohne großen Aufwand möglich. Beim Zugriff auf den geschützten Account wird über eine solche App entweder ein Einmal-Code generiert, der sich in kurzen Abständen (meist alle 30 Sekunden aktualisiert) oder es wird ein QR-Code ausgegeben, der gescannt werden muss.

Auch für soziale Medien wichtig

Die Multi-Faktor-Authentifizierung ist auch für den Zugriff auf Konten in den Sozialen Medien sehr zu empfehlen, das etwa ein gehacktes Facebook-Konto viele Probleme verursachen und den Besitzer unter Umständen in große Schwierigkeiten bringen kann. Durch die Verifizierung über einen (hier sechsstelligen) Code, der an das Telefon des Kontoinhabers gesendet wird, lässt sich ein unberechtigtes Einloggen praktisch ausschließen. Ähnliches gilt für Twitter, Instagram sowie für LinkedIn. Grundsätzlich sollte die MFA an so vielen Stellen wie möglich angewendet werden.

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